Ort in Bewegung
Der Schlüssel ist Flexibilität
Beim Design für Programmierbarkeit dreht sich alles um die Frage: Wie gestalten Sie Ihre Bibliothek so, dass Raum für vielfältige Aktivitäten entsteht – von und für unterschiedliche Nutzer*innen? Der Schlüssel liegt in einer flexiblen Einrichtung und Atmosphäre, die es ermöglicht, dass immer etwas los ist.
Möbel und Möglichkeitsräume
Flexibilität beginnt bei der Grundausstattung: Setzen Sie auf leichtes, mobiles Mobiliar, das sich schnell umstellen oder stapeln lässt. So wird aus einem ruhigen Lernraum im Handumdrehen eine Bühne oder ein Debattenforum. Praktisch sind rollbare Tische, Klappstühle, modulare Sofas oder Poufs. Achten Sie auf den Komfort unterschiedlicher Zielgruppen: Jugendliche freuen sich über Chill-Ecken mit Sitzsäcken und Lautsprechern, ältere Menschen bevorzugen gemütliche Leseecken mit Armlehnstühlen und Beleuchtung mit warmem Licht.
Es möglich machen
Treppe gleich Tribüne, Regal gleich Bar
Denken Sie multifunktional: Eine Treppe dient zugleich als Sitzfläche, ein Lesetisch verwandelt sich in einen Arbeitsplatz, ein Regal auf Rollen wird zur Bar beim Nachbarschaftsfest. Die Einrichtung wird Teil des Programms – und umgekehrt.
Technik zum Greifen nah
Technik ist unverzichtbar, aber muss nicht teuer oder fest installiert sein. Mit einem mobilen Mikrofon, einem tragbaren Beamer oder einem Bildschirm haben Sie schon eine gute Grundausstattung. Diese Geräte lassen sich selbst verwalten oder unkompliziert ausleihen. Denken Sie an ausreichend Steckdosen, ein paar Verlängerungskabel (bitte ohne Stolpergefahr!) und klar markierte Aufbewahrungsorte. Benutzerfreundlichkeit ist das A und O.
Das Innere nach außen bringen
Immer mehr Bibliotheken zeigen: Der Außenraum gehört dazu. Mit einer Leseterrasse, Picknicktischen oder einer Außenbühne lässt sich das Programm ganz selbstverständlich erweitern. Haben Sie einen Garten hinter der Bibliothek? Warum nicht einen ‘Community Garden’ daraus machen?
Ein Gebäude, das mitdenkt
Steht ein Umbau oder Neubau an? Dann denken Sie von Anfang an an Wandelbarkeit. Stellen Sie sich den Raum als ein Tablett vor, das bereit ist, zu unterschiedlichen Zeiten verschiedene Angebote zu balancieren und zu servieren. Richten Sie Zonen so ein, dass mehrere Funktionen gleichzeitig stattfinden können, nebeneinander oder sogar miteinander. Mit einem klugen Plan, durchdachter Einrichtung und etwas Mut entsteht eine Bibliothek, die lebt und mitgestaltet – für und mit der Gemeinschaft.
Checkliste für programmierbare Bibliotheken
- Leichtes, stapelbares Mobiliar für maximale Flexibilität einsetzen
- Eine einfache Podiumserhöhung mit klarer Markierung und Rampe für Rollstuhlnutzer*innen versehen
- Mit Vorhangschienen verschiedene Stimmungen und Funktionen in einem Raum ermöglichen
- In grundlegende Technik investieren wie z.B. ein (mobiler) Bildschirm, Mikrofon, Lautsprecher
- Treppen als Sitzgelegenheiten nutzen
- Informelle, multifunktionale Zonen schaffen, die sich Menschen aneignen können
- Keine zu spezifischen Formen – Neutralität bedeutet Flexibilität
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