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Einblicke

Party in der Bibliothek – Design für Programmier-barkeit

Wie machen Sie Ihre Bibliothek zu einem sozialen Treffpunkt, einem erfolgreichen Dritten Ort, an dem sich jede*r wohlfühlt? In einer exklusiven Artikelserie in der niederländischen Fachzeitschrift Bibliotheekblad verraten unsere Expert*innen Tipps und Tricks, wie Sie auch Ihre Bibliothek zu einem einladenden Publikumsmagneten machen. Wir geben diese auch gerne in unseren Insights an Sie weiter. Teil 5: Party in der Bibliothek.

Ort in Bewegung

Der Schlüssel ist Flexibilität
Beim Design für Programmierbarkeit dreht sich alles um die Frage: Wie gestalten Sie Ihre Bibliothek so, dass Raum für vielfältige Aktivitäten entsteht – von und für unterschiedliche Nutzer*innen? Der Schlüssel liegt in einer flexiblen Einrichtung und Atmosphäre, die es ermöglicht, dass immer etwas los ist.

 

Möbel und Möglichkeitsräume
Flexibilität beginnt bei der Grundausstattung: Setzen Sie auf leichtes, mobiles Mobiliar, das sich schnell umstellen oder stapeln lässt. So wird aus einem ruhigen Lernraum im Handumdrehen eine Bühne oder ein Debattenforum. Praktisch sind rollbare Tische, Klappstühle, modulare Sofas oder Poufs. Achten Sie auf den Komfort unterschiedlicher Zielgruppen: Jugendliche freuen sich über Chill-Ecken mit Sitzsäcken und Lautsprechern, ältere Menschen bevorzugen gemütliche Leseecken mit Armlehnstühlen und Beleuchtung mit warmem Licht.

Hoch hinaus? Ein Schritt nach oben reicht oft schon aus

Eine Bühne muss nicht kompliziert sein - schon eine kleine Erhöhung im Boden macht einen großen Unterschied. Ideal für Lesungen, offene Bühnenabende oder Vorträge. Wichtig: Die Kanten gut markieren, um Stolpergefahr zu vermeiden. Und wenn keine Veranstaltung stattfindet? Dann wird daraus eine gemütliche Sitzecke - doppelt genutzt! Haben Sie eine breite Treppe im Raum? Lassen Sie sie zur Tribüne werden: perfekt für Kindertheater oder Filmabende. Ein paar flache Kissen sorgen für zusätzlichen Komfort.

Es möglich machen

Treppe gleich Tribüne, Regal gleich Bar
Denken Sie multifunktional: Eine Treppe dient zugleich als Sitzfläche, ein Lesetisch verwandelt sich in einen Arbeitsplatz, ein Regal auf Rollen wird zur Bar beim Nachbarschaftsfest. Die Einrichtung wird Teil des Programms – und umgekehrt.

Technik zum Greifen nah
Technik ist unverzichtbar, aber muss nicht teuer oder fest installiert sein. Mit einem mobilen Mikrofon, einem tragbaren Beamer oder einem Bildschirm haben Sie schon eine gute Grundausstattung. Diese Geräte lassen sich selbst verwalten oder unkompliziert ausleihen. Denken Sie an ausreichend Steckdosen, ein paar Verlängerungskabel (bitte ohne Stolpergefahr!) und klar markierte Aufbewahrungsorte. Benutzerfreundlichkeit ist das A und O.

Das Innere nach außen bringen
Immer mehr Bibliotheken zeigen: Der Außenraum gehört dazu. Mit einer Leseterrasse, Picknicktischen oder einer Außenbühne lässt sich das Programm ganz selbstverständlich erweitern. Haben Sie einen Garten hinter der Bibliothek? Warum nicht einen ‘Community Garden’ daraus machen?

Ein Gebäude, das mitdenkt
Steht ein Umbau oder Neubau an? Dann denken Sie von Anfang an an Wandelbarkeit. Stellen Sie sich den Raum als ein Tablett vor, das bereit ist, zu unterschiedlichen Zeiten verschiedene Angebote zu balancieren und zu servieren. Richten Sie Zonen so ein, dass mehrere Funktionen gleichzeitig stattfinden können, nebeneinander oder sogar miteinander. Mit einem klugen Plan, durchdachter Einrichtung und etwas Mut entsteht eine Bibliothek, die lebt und mitgestaltet – für und mit der Gemeinschaft.

Offen, wenn möglich - geschlossen, wenn nötig

Große offene Räume können überwältigend wirken. Vorhangschienen mit robusten Stoffbahnen sind eine einfache Lösung. Die schweren Stoffbahnen schaffen schnell temporäre Zonen, so entstehen Rückzugsorte für ein Autor*innengespräch, eine kleine Filmvorführung oder einen ruhigen Plausch. Ganz nebenbei verbessern die Stoffe auch die Akustik – gut für Besucher*innen und Mitarbeitende.

Schon gewusst?

Ein Raum, der uns willkommen heißt, lädt Menschen dazu ein, mitzumachen! Möbel sollten daher nicht zu ‘offiziell’ wirken. Setzen Sie informelle Elemente ein wie ein Picknicktisch, ein Regal auf Rollen, versunkene Sitzgelegenheiten oder Kissen. Es darf spielerisch, nutzbar und beweglich sein. So fühlen sich Menschen frei, den Raum auf ihre eigene Weise zu nutzen. Dann wird Ihre Bibliothek zu einem echten Dritten Ort: nicht nur von Ihnen, sondern von allen. Wie wäre es denn, wenn Besucher*innen ihre eigenen Veranstaltungen organisieren könnten?

Checkliste für programmierbare Bibliotheken

  • Leichtes, stapelbares Mobiliar für maximale Flexibilität einsetzen
  • Eine einfache Podiumserhöhung mit klarer Markierung und Rampe für Rollstuhlnutzer*innen versehen
  • Mit Vorhangschienen verschiedene Stimmungen und Funktionen in einem Raum ermöglichen
  • In grundlegende Technik investieren wie z.B. ein (mobiler) Bildschirm, Mikrofon, Lautsprecher
  • Treppen als Sitzgelegenheiten nutzen
  • Informelle, multifunktionale Zonen schaffen, die sich Menschen aneignen können
  • Keine zu spezifischen Formen – Neutralität bedeutet Flexibilität

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